Riester Rente für Familien
Seit 2002 wird die Riester Rente als staatlich geförderte Altersvorsorgemaßnahme gefördert, um die Leistungskürzungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung auszugleichen. Daher ist die Riester Rente besonders an die Zielgruppe, aber nicht nur diese, die von den künftigen Kürzungen der gesetzlichen Rentenleistungen betroffen sein wird.
Rentenversicherungsverträge dominieren ganz deutlich bei den abgeschlossenen Verträgen zur Riester Rente. Grund dafür mag sein, dass landläufig fast immer nur von der Riester Rente gesprochen wurde und dadurch viele automatisch Rentenversicherungen meinten obwohl natürlich von Anfang an auch Fonds- und Banksparpläne erhältlich waren.
Rentenversicherungen sind weniger flexibel als Fonds- und Banksparpläne, die Abschlusskosten sind oftmals deutlich höher und auch bei den Verwaltungskosten sollte auf günstige Anbieter geachtet werden.
Bei der klassischen Tarifform einer Riester Rente werden die Beiträge abzüglich Kostenanteilen konservativ investiert und angelegt. Eine garantierte Verzinsung von 2,25 Prozent des verbleibenden Sparanteils ist den Versicherungskunden sicher.
Allgemeine Informationen zum Thema Riester Rente
Die deutlich steigenden Renten waren jedoch nicht der alleinige Grund für die Erhöhung der Umlagesätze gerade bei der VBL, die zu einer stetigen Abschmelzung der Umlagebasis führten. Tragende Gründe für die Riester Rente waren zudem die vermehrte Personalreduktion beim Bund (u. a. bei den Zivilangestellten der Bundeswehr) und bei den Ländern und die im Verhältnis zur Steigerung der Versorgungsrente geringeren Lohnsteigerungen im öffentlichen Dienst. Nicht zu vergessen sind auch die Privatisierungen von öffentlichen Einrichtungen aus dem Zusatzversorgungssystem.
Der Arbeitgeber muss bei der Riester Rente Förderung mit zusätzlichem Arbeitsaufwand rechnen. Bei der bAV mit Riester Rente besteht keine Pflicht zur Zertifizierung der Altersvorsorgeprodukte. Es existiert auch keine uneingeschränkte Möglichkeit der Riester Rente Förderung für Ehegatten. Die Rentenleistung aus einem über den Arbeitgeber vereinbarten Riester Rente bAV Vertrag ist zu einem privaten «Riester»-Vertrag mit Sozialversicherungsbeiträgen in Form der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zusätzlich belastet.
Bei einer Bruttojahresrente von 12.000 EUR (vor Abzug der abzuführenden Beitragsanteile für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung) liegt der jährliche Mindesteigenbeitrag bei 326 EUR (4 Prozent von 12.000 EUR = 480 EUR minus Zulagenhöhe von 154 EUR = 326 EUR p.a.), damit er die volle Zulage über 154 EUR erhält. Bei einem Kind reduziert sich der Eigenbeitrag zur Riester Rente für Familien um 185 EUR auf dann noch 141 EUR. Zahlt er weniger ein, dann wird die Zulage im Verhältnis des Einzahlungsbetrags zu den 480 EUR gekürzt.
Im Zusammenhang mit dem 2006 beschlossenen Rentenversicherung Altersgrenzen Anpassungs Gesetz wird § 52 EStG für Vertragsabschlüsse ab 1.1.2012 verbindlich ein Endalter 62 statt 60 vorsehen. Der Anbieter ist verpflichtet, die eingezahlten Beiträge für die Auszahlungsphase zur Verfügung zu stellen. Davon ausgenommen sind 15 Prozent der Gesamtbeiträge aus der Riester Rente, wenn Beitragsteile für die Absicherung von Hinterbliebenen, gegen eine Dienstunfähigkeit oder gegen eine verminderte Erwerbsfähigkeit geleistet wurden.
Riester Rente für Familien
Wie in jeder Branche und Berufsgruppe, so gilt auch für Familien sich rechtzeitig gegen alltägliche Gefahren und Risiken rechtzeitig durch eine Riester Rente abzusichern. Auch wenn die zu zahlenden Beiträge bei vielen Verbrauchern eine immer wichtigere Rolle spielen, so sollte stets ein bedarfsgerechter Versicherungsschutz im Vordergrund stehen, um im Bedarfsfall nicht auf die benötigten finanziellen Leistungen verzichten zu müssen. Viele Anbieter haben daher spezielle Deckungskonzepte und Tarife entwickelt, welche einen bestmöglichen Versicherungsschutz durch die Riester Rente für Familien mit einem guten Preis- Leistungsangebot bietet. Wie Stiftung Warentest in seinem durchgeführten Test feststellte, gibt es bei gleichbleibender Leistungsqualität erhebliche Preisunterschiede zwischen den jeweiligen Versicherern, die teilweise bis zu 70% betragen können. Daher lohnt es sich immer, einen Vergleich durchzuführen, bevor man sich letzten Endes für einen bestimmten Anbieter entscheidet.
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Nützliche Tipps zum Thema Riester Rente
Ursprünglich mussten nach § 1 Abs. 1 AltZertG insgesamt elf Zertifizierungskriterien von den Anbietern der Riester Rente Produkte erfüllt werden. Das AltEinkG
reduzierte die Zahl auf fünf, mit Geltung ab dem 1.1.2005. Die Leistung zur Altersversorgung darf nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres oder dem Bezug
der Altersrente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) erbracht werden. Sie muss eine lebenslange und unabhängig vom Geschlecht berechnete
Altersversorgung vorsehen.
Unmittelbar zulageberechtigt für die Riester Rente sind nach § 10a EStG alle Personen, die Pflichtbeiträge zur GRV zahlen und unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind. Dies
sind z.B. Arbeiter und Angestellte. Auch Empfänger von Bezügen nach dem Bundesbesoldungsgesetz wie z.B. Beamte, Richter, Berufssoldaten und Soldaten auf
Zeit, Minister, Senatoren und Parlamentarische Staatssekretäre zählen ebenso dazu wie Bezieher von Kranken- oder Arbeitslosengeld, Eltern während der
Kindererziehungszeiten, Wehrdienst- und Zivildienstleistende.
Die Auszahlung der Riester Rente wird nur als Leibrente oder als Auszahlungsplan mit anschließender Restverrentung ab dem 85. Lebensjahr vorgesehen. Eine Teilkapitalauszahlung
bleibt als Einmalzahlung zu Beginn der Auszahlungsphase bzw. nach Beginn der Auszahlungsphase in variablen Teilraten zulässig, wobei sie maximal 30 Prozent
des zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Kapitals betragen darf. Zwölf Monatsleistungen können zu einer Auszahlung zusammengefasst werden. Die Leistungen müssen
während der gesamten Auszahlungsphase gleich bleiben oder steigen.
Allgemeines über die Riester Rente
Primäre Zielgruppe sind diejenigen, die durch die Absenkung des GRV-Niveaus Reduzierungen bei der Alters«rente» hinnehmen müssen und in analoger Anwendung
die durch das Versorgungsänderungsgesetz betroffenen Beamten und Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Umfragen und Erhebungen zeigen leider sehr deutlich,
dass die eigentliche Zielgruppe derjenigen, die besonders stark unter den «Rente»nkürzungen leiden werden, wahrscheinlich aufgrund der finanziellen Situation
bei Haushalten kaum Riester Rente Verträge abschließen.
Die Auszahlung der Riester Rente für Familien unterliegt der vollen nachgelagerten Besteuerung nach § 22 Nr. 5 EStG. Die «Rente»n werden also mit dem individuellen
Steuersatz versteuert. Dabei kommt es entscheidend auf die Höhe des Steuersatzes im Rentenalter an. Beträgt der Steuersatz 30 Prozent, so wären von 300 EUR
Riester Rente z.B. 90 EUR Einkommensteuer abzuführen, bei 25 Prozent sind es 75 EUR, bei 20 Prozent noch 60 EUR. Bei Auszahlungen nach 2008 greift nicht
das Investmentsteuergesetz.
Wird dieser Mindesteigenbeitrag unterschritten, so erfährt die Zulage eine anteilige Kürzung im Verhältnis von gezahltem Eigenbeitrag zum Mindesteigenbeitrag.
Der ledige Angestellte bezog im Jahr 2008 ein sozialversicherungspflichtiges Einkommen in Höhe von 40.000 EUR. Sein Eigenbeitrag muss im Jahr 2009 mindestens
4 Prozent des letztjährigen Einkommens betragen (0,04 × 40.000 EUR = 1.600 EUR minus Zulagenhöhe von 154 EUR = 1.446 EUR), damit er die volle Zulage über
154 EUR erhält.
Riester Rente
Der Mindesteigenbeitrag zur Riester Rente des Mannes liegt für 2009 bei 1.600 EUR (4 Prozent von 40.000 EUR) minus eigener Grundzulage von 154 EUR = 1.446 EUR. Die Ehefrau
wird bei ihrem Vertrag 1.600 EUR minus 709 EUR für eigene Grundzulage und Kinderzulagen für drei Kinder (154 EUR + (3 × 185 EUR) = 709 EUR) = 891 EUR einzahlen.
Ein entscheidendes Hemmnis für die Verbreitung dieser Förderform der Riester Rente Produkte war das umständliche und nicht gerade kundenfreundliche
Beantragungsverfahren für die Zulagen.
Mit dem AltEinkG wurde 2005 die entscheidende Kehrtwendung eingeleitet. Das jährliche Antragsstellungsverfahren wurde durch einen einmaligen Dauerzulageantrag
abgelöst. Der Zulageberechtigte für die Riester Rente für Familien kann dem Produktanbieter eine schriftliche Vollmacht für das Ausfüllen des Zulageantrages erteilen. Der Dauerzulagenantrag
wird von einer Informationspflicht des Anbieters begleitet, die für die Ermittlung und Überprüfung des Zulagenantrags erforderlichen Daten zu erfassen und
an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) weiterzuleiten.
Im Todesfall des Anlegers während der Sparphase erhalten die Erben nur die eingezahlten Beiträge und die bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Gewinnanteile
zurück. Die bis dahin vorgenommenen Steuerrückerstattungen und Zulagen sind allerdings zurückzuzahlen. Eine Hinterbliebenenabsicherung kann über die nur
30-prozentige Kapitalleistung kaum vorgenommen werden. Alternativ können aber Hinterbliebenenrenten oder Rentengarantiezeiten vereinbart werden, wodurch
nicht geförderte Ehegatten/Ehegattin oder Kinder begünstigt werden können.
Infos zum Thema Riester Rente
Eine spätere Nachentrichtung der nicht gezahlten Beiträge ist grundsätzlich möglich, es werden dann aber nicht die Zulagen nachgezahlt oder die Steuervorteile
nachträglich gewährt. Nicht erwerbstätige Männer und Frauen, die sich in der dreijährigen Kindererziehungszeit befinden (Erziehungsurlaub), haben Anspruch
auf staatliche Förderung. Wird kein weiteres Einkommen erzielt, so wird die bei geringfügiger Beschäftigung zu berücksichtigende Mindestbeitragsbemessungsgrenze
zugrunde gelegt.
Bei der klassischen Tarifform einer Riester Rente für Familien werden die Beiträge abzüglich Kostenanteilen konservativ investiert und angelegt. Eine
garantierte Verzinsung von 2,25 Prozent des verbleibenden Sparanteils ist den Versicherungskunden sicher. Hinzu kommen noch die Erträge einer
Überschussbeteiligung, die aber in ihrer Höhe nicht garantiert wird. Gute Produkte erkennt man daran, dass sie dem Kunden jeweils eine feste garantierte
Rente für verschiedene Rentenbeginne zusagen.
Bei der fondsgebundenen Tarifform einer Riester Rente beträgt die Garantieleistung die eingezahlten Beiträge plus Zulagen zum Rentenbeginn.
Das Anlagerisiko trägt der Kunde bis auf diese gesetzliche Mindestgarantie selbst. Hinzu kommen höhere Verwaltungskosten. Die Kostenstruktur ist wie bei
allen Fondspolicen intransparent und doppelt - in dem Sinne, dass man für Verwaltung und Vertrieb der Police und zusätzlich für das Fondsmanagement Gebühren
zahlt, ohne zu wissen, für was man wie viel entrichtet.
Riester Rente für Familien
Die Einzahlungen reichen betragsmäßig nicht aus, um eine halbwegs hohe «Rente» herauszubekommen - dies kann bei günstiger steuerlicher Wirkung nur über
Basis-Renten gelingen. Die Riester Rente soll ja nur die neu entstandenen Rentenlücken der GRV schließen. Die Höhe der Rendite ist entscheidend für
die Rentenhöhe im Alter. Garantiert werden immer nur die eingezahlten Beiträge. Die Rendite dürfte zwischen 3 bis 6 Prozent betragen. Ab welcher
Förderquote lohnt sich ein Riester Rente Vertrag?
Mann, 1.1.1967, Frau, 1.1.1967, Versicherungsbeginn 1.1.2007, Rentenbeginn 1.1.2032, Beitragssteigerung nach Riester Rente ohne Todesfallschutz, monatl.
Beitragszahlweise, jährl. Einkommen: Mann 48.000 EUR, Frau abgeleitet förderwürdig, 1 Kind, geb. 1.1.2000, kindergeldberechtigt bis 21 und dem Vertrag der
Frau zugeordnet. Mann, 1.1.1967, Frau, 1.1.1967, Versicherungsbeginn 1.1.2007, Rentenbeginn 1.1.2032, Beitragssteigerung nach Riester Rente, ohne Todesfallschutz,
monatl. Beitragszahlweise, Wertentwicklung 6%, jährl.
Das Analysehaus FRANKE & BORNBERG hat einen weiteren Angebotsvergleich der Anbieter vorgenommen, die beim Produktrating die höchste Bewertung FFF erhalten
haben. Mann, Frau, gleiche Tarife, geb. 1.9.1971, verheiratet, 2 Kinder geboren am 10.6.1994 und am 10.7.1996, Jahresbruttoeinkommen 40.000 EUR, Rente ab 65,
Jahresbeitrag inklusive Zulagen: 1.200 EUR (3 Prozent des Jahreseinkommens), Einbau der Riester Rente Stufe im Jahr 2008, Kinder sind bis Vollendung des 18.
Lebensjahres zulagenberechtigt, Rentengarantiezeit 5 Jahre.
Allgemeine Informationen über die Riester Rente
Unterstellt man realistische Nettobeiträge - z.B. insgesamt 10% von den Nettobezügen für die Riester - so sind noch die 40-jährigen Beamten durchaus in der
Lage, ihre Versorgungslücke komplett zu decken. Bruno B. entscheidet sich, bereits mit 65 Jahren in den Ruhestand zu treten. Aufgrund der um 7,2% gekürzten
Bruttopension erhöht sich seine Versorgungslücke im ersten Pensionsjahr auf 25,0% (ohne zusätzliche private Altersvorsorge). Durch die kürzere Beitragsphase
sowie einen längeren reduzieren sich die Leistungen aus der Riester Rente.
Der Nettobeitrag für die Riester Rente im Jahr 2009 beträgt lediglich 1.040,04 EUR p.a. und ermöglicht die Absenkung der noch verbliebenen Versorgungslücke auf ca. 9%. Um auch diese komplett zu schließen, muss Bruno B. ab dem Jahr
2009 jährlich 2.075,76 EUR brutto (ergibt 1.527,24 EUR netto) bei einer Beitragsdynamik von 2% in eine Riester Rente leisten. Betrachtet man
wiederum unterschiedliche Altersklassen, so wird klar, dass mit zunehmendem Alter eine Deckung der gesamten Versorgungslücke bei fehlender sonstiger Vorsorge
nicht mehr umsetzbar ist.
Die aufgrund der staatlichen Förderung bereits hohen Renditen der klassischen Riester Rente können besonders für diese Altersgruppe durch die
Auswahl von aktienorientierten Varianten weiter optimiert werden. Aber auch ältere Beamte erzielen vor allem bei der Rürup-Rente aufgrund der geringen
Besteuerung im Alter (z.B. bei Rentenbeginn in 2010 nur 60% steuerpflichtiger Anteil - festgeschrieben für die gesamte Rentenphase) ebenfalls beachtliche
Nachsteuerrenditen.